Donnerstag, 02. Juli 2026

Bericht: Hilfe für Osteuropa

Foto: www.pixabay.de - gemeinfrei

Kleidersammlung für den „Konvoi der Hoffnung"

Am 18. April 2026 waren Frankenthaler aufgerufen, gut erhaltene, aber selbst nicht mehr benötigte Kleidung in reißfesten Säcken oder Koffern an Sammelstellen vor den Kirchen St. Thomas Morus in Flomersheim und St. Ludwig in der Innenstadt anzugeben, damit sie per Transporter zum „Konvoi der Hoffnung“ nach Waghäusel gebracht werden könnten. Vor dort aus sollen die Güter später per LKW in die Ukraine gebracht werden, sobald genügend Material für einen Sattelzug zusammengekommen ist. Die Sammlung in den Gemeinden St. Thomas Morus und St. Ludwig fand schon h ä u f i g e r statt – mit diesem Verein als Empfänger war es diesmal die dritte Tour.

Dafür hatte Rainer Jacquemin zwei große Transporter in Studernheim besorgt, die von Hubert Kreichgauer und von ihm selbst gesteuert wurden. Da beide Fahrzeuge von der Gemeinde St. Georg gestellt wurden, wurde auch in Studernheim ein Sammelpunkt auf dem Kerweplatz eingerichtet und über den Ortsvorsteher Thomas Batke kräftig beworben, so dass Bewohner im Süden Frankenthals ebenfalls für eine Stunde die Gelegenheit hatten, Spenden abzugeben.

Von dort ging es zunächst nach Flomersheim, wo Viola Reinhard und Donata Hayer bereits auf (eigentlich: neben) einem Berg von reißfesten Plastiksäcken saßen und sehnsüchtig auf die Transporter warteten. Auch Stefan Kapp (Leiter der  städt. Kindertagesstätte Studernheim) hatte spontan seine Hilfe und seinen Minivan als Option angeboten, falls das Spendenvolumen die Ladekapazitäten beider Transporter übersteigen sollte.

Als dritte und letzte Station stand St. Ludwig auf dem Programm. Weitere solide Säcke und – Gott sei Dank – helfende Hände von Lilo Baum, Martina Baum, Waltraud Kisling, Beatrix Liebrich, Jens Schmidt und Diakon Andreas Stellmann warteten schon auf den Tross. Mit vereinten Kräften konnte das Material schnell verladen werden, so dass Hubert Kreichgauer, Stefan Kapp, Tobias Reis und Rainer Jacquemin gen Süden aufbrechen und nach der Ankunft an der Halle in Waghäusel mit dem Ausladen beginnen konnten. Dazu bildeten sie eine Menschenkette, um die Säcke möglichst zügig – geradezu „flugs“ – von den Fahrzeugen in die Halle zu verfrachten. In diesem Falle kann man sie getrost „Hochstapler“ (im ausschließlich positiven Sinne) nennen.

Allen Spendern der Kleidungsstücke und andere Gegenstände sei herzlich gedankt – ebenso Hubert Kreichgauer, Karl Scheller und Stefan Kapp, die ihre Fahrzeuge sofort zur Verfügung stellten, sowie allen Helferinnen und Helfern an den jeweiligen Stationen. Wir sind überzeugt, dass die Spenden eine wertvolle Unterstützung für das ausgebombte ukrainische Volk ist.

Die nächste Tour wird rechtzeitig angekündigt. Wenn der Zulauf und die Resonanz weiterhin so positiv verlaufen wird, benötigen wir wahrscheinlich mehr Transportkapazität. Falls Sie, lieber Leser, sich ebenfalls an unserem Frankenthaler Konvoi beteiligen möchten, geben Sie bitte im Pfarrbüro Bescheid – Transporter und Transporteure (Fahrer) sind herzlich willkommen, denn es geht um einen guten Zweck. Der Verein sammelt neben Textilien übrigens auch andere Gegenstände, die in Osteuropa benötigt werden und die der Verein auf seiner Homepage veröffentlicht hat. (Rainer Jacquemin)