Samstag, 11. Juli 2026
Bericht: Musikalische Leidenschaft – Wie Juliane Bruch in der Pfalz landete
Den Menschen mit der Musik eine Freude machen, sie in das Leben der Gemeinde einbinden und einen Beitrag zur Weitergabe des christlichen Glaubens leisten – so lautet die höchst ambitionierte Botschaft von Juliane Bruch. Erst vor gut zwei Jahren ist sie zur Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit gestoßen und verstärkt mit großem Enthusiasmus das Team der Organistinnen und Organisten. Außerdem hat sie kürzlich die Leitung des Gospelchors in der Pilgerpfadgemeinde St. Jakobus übernommen.
Eher auf Umwegen kam die überzeugte Katholikin in die Pfalz und nach Frankenthal. Sie stammt aus Berlin und ist im Stadtbezirk Reinickendorf aufgewachsen. Die Begeisterung für die Musik und insbesondere für das Orgelspiel ist ihr regelrecht in die Wiege gelegt worden. Ihre Mutter leitete in St. Nikolaus einen Chor. Sie selbst war sieben Jahre lang als Messdienerin aktiv. Nach dem Abitur studierte sie zunächst an der Hochschule der Künste die Fächer Musik und Deutsch für das Lehramt an Gymnasien, um dann die C-Prüfung als Kirchenmusikerin abzulegen. Eine Fortsetzung der Ausbildung scheiterte an den Sparmaßnahmen des Erzbistums Berlin, das das Institut nicht weiterbetrieb. Vertretungsweise spielte Juliane Bruch in dieser Zeit die Orgel in der Gemeinde St. Aloysius in Berlin.
Gefallen an Rheinland-Pfalz und seiner reizvollen Landschaft fand die Hauptstädterin anlässlich einer von ihr begleiteten Messdienerfreizeit, die sie in das Mittelrheinstädtchen Oberwesel führte. „Ich spürte dort ein völlig anderes Lebensgefühl“, erinnert sich die 52-Jährige. Und da Berlin damals keine Referendare einstellte, blieb sie dem Bundesland treu und kam nach einer Zwischenstation in Kaiserslautern an das Max-Planck-Gymnasium nach Ludwigshafen. Seit 2007 unterrichtet sie nunmehr am Albert-Einstein-Gymnasium in Frankenthal. Die Studienrätin leitet eine Streicher-Arbeitsgemeinschaft und ist bestrebt, der klassischen Musik in der Schule mehr Raum zu geben. Und ganz nebenbei spielt die selbstbewusste Pädagogin auch noch Cello und Blockflöte. Gesangsunterricht steht mitunter ebenfalls auf ihrer Agenda.
Den Einstieg in den Orgeldienst fand Juliane Bruch im Caritas-Altenzentrum Heilig Geist, wo sie die Gottesdienste in der Hauskapelle begleitete. Seit Februar 2024 ist sie in der Pfarrei im Einsatz. Sie spielt bisweilen auch in den Werktagsmessen, was beileibe keine Selbstverständlichkeit ist und daher von den Gläubigen sehr geschätzt wird. Nach ihren Lieblingsinstrumenten gefragt nennt sie die Orgeln von St. Dreifaltigkeit und St. Ludwig, wo es ihr die Trompetenregister besonders angetan haben. Als neue Dirigentin des Gospelchores, der sich im Ökumenischen Gemeindezentrum trifft, wünscht sie sich personelle Verstärkung, insbesondere bei den Männerstimmen. Derzeit zählt der Chor rund 20 Mitglieder.
Bei ihren Freizeitaktivitäten ist Juliane Bruch sehr breit aufgestellt, wobei der Sport ganz oben rangiert. Als passionierte Schwimmerin hat sie natürlich eine Dauerkarte für das Ostparkbad. Ihren Skiurlaub verbringt sie meist am Arlberg, zum Windsurfen reist sie an die Ostsee. Weitere bevorzugte Bewegungsdisziplinen sind Wandern und Tanzen. Bei ihren literarischen Vorlieben legt sie sich nicht fest. „Ich lese querbeet.“ Auch spirituelle Impulse und das bessere Verständnis für fremde Kulturen sind ihr besonders wichtig. Daher reist sie nicht nur nach Taizé, sondern ist auch bei Weltjugendbegegnungen und Katholikentagen anzutreffen. Sie empfindet die Atmosphäre bei solchen Veranstaltungen angenehm und bereichernd. (loi)
Dank an Alois Ecker: 100 Porträts bei „Leute von uns“
Erneut kann das aktuell ein Jubiläum begehen: Die Redaktion bedankt sich ganz herzlich bei Alois Ecker für 100 Porträts unter der Rubrik „Leute von uns“.
Anlässlich seines 75. Interviews, seines 75. Artikels bei „Leute von uns“, wurde der Autor, dessen journalistisches Kürzel „loi“ ist, in der August/September-Ausgabe 2022 selbst vorgestellt. Damals schrieb Katrin Specht über seine Motivation, sich beim aktuell zu engagieren:
„Sein Anliegen ist es, Helferinnen und Helfer, die oft im Verborgenen wirken, im aktuell bekannt zu machen. Ungezählte Menschen in den Gemeinden engagieren sich aus ihrem christlichen Selbstverständnis heraus und zum Wohl aller, ob das in den verschiedenen Gremien oder auch mit vielen unterschiedlichen kleinen und großen Diensten ist. Manchmal werden die Gemeindemitglieder auf sie aufmerksam, manchmal bleiben sie im Hintergrund. Sie gestalten in der Gemeinschaft der Kirche kreativ mit, sind anderen Vorbild. Alois Ecker macht auf sie aufmerksam, vermittelt auf empathische Weise Einblicke in ihr Leben und in ihr ehrenamtliches Engagement und bringt sie so den Lesern nahe.“
Seit dieser Würdigung sind weitere 25 Porträts erschienen, so dass die Vorstellung von Juliane Bruch Alois Eckers 100. Artikel ist – und auf die nächsten „Leute von uns“ dürfen sich die Leser/-innen bereits jetzt freuen! Der Jubilar jedenfalls ist schon gespannt, welche engagierten Pfarreimitglieder er für die nächsten aktuell-Ausgaben kennenlernen darf.
Nochmals ein herzliches DANKESCHÖN, lieber Alois Ecker, im Namen der Redaktion und der ganzen Pfarrei! (sf)
Gospelchor unter neuer Leitung
Juliane Bruch heißt die neue Dirigentin des Gospelchores im Ökumenischen Gemeindezentrum Pilgerpfad. Sie freut sich auf diese Aufgabe und würde sich noch mehr freuen über weitere Sängerinnen und Sänger.
Wenn Sie Lust haben am Singen und ihnen gleichzeitig auch Gospels zusagen, sind Sie im Gospelchor des ÖGZ genau richtig. Schauen Sie einfach mal vorbei und machen mit.
Der Chor trifft sich jeden Dienstag, außer in den Ferien, um 20:00 Uhr im Ökumenischen Gemeindezentrum Pilgerpad, Jakobsplatz 1 in Frankenthal. (am)
