Sonntag, 04. Oktober 2026

Dekanatsmusiktag

Sonntag, 18. Oktober 2026, 11 Uhr, Pfarrkirche St. Ludwig

Dekanatsmusiktag am 18. Oktober 2026 mit der Messe brève No. 7 in C-Dur von Charles Gounod

Am Sonntag, 18. Oktober 2026 findet für die Kirchenchöre des Dekanats Speyer wieder ein Dekanatsmusiktag statt, in diesem Jahr in Frankenthal in der Kirche St. Ludwig (Wormser Straße 43).

Die teilnehmenden Chöre gestalten zusammen mit Bläsern und Orgel den feierlichen Sonntagsgottesdienst um 11:00 Uhr; Dekan Markus Hary wird die Messe zelebrieren. Zur Aufführung kommen die „Messe brève No. 7“ von Charles Gounod sowie kleinere vierstimmige Sätze aus dem Ökumenischen Chorheft. Die Gesamtleitung hat Dekanatskantor Georg Treuheit.

Auch Mitglieder des Kirchenchores von St. Ludwig, der im Mai sein 80-jähriges Bestehen gefeiert hatte, werden sich an diesem Ereignis nochmals beteiligen. Danach wird der Chor, wie bereits berichtet, aus Altersgründen sein Wirken in der Pfarrei einstellen.

Charles Gounod – „Messe brève No. 7 aux chapelles“
Charles Gounod (1818 - 1893) war französischer Komponist der Romantik; er wurde am 17. Juni 1818 in Paris geboren und starb am 18. Oktober 1893 in Saint-Cloud (Paris), während er an einem Requiem arbeitete.

Nach seiner musikalischen Ausbildung am Konservatorium in Paris und nach einigen fehlgeschlagenen Kompositionsversuchen gewann er 1839 mit seiner Kantate „Fernand“ den Rompreis und ließ sich für drei Jahre in Rom nieder. Nach einigen Reisen als Dirigent, wo er u.a. die Bekanntschaft von Felix Mendelssohn-Bartholdy machte, wirkte er ab 1843 in Paris als Organist und Kapellmeister. Einige Jahre später wandte er sich intensiver der Opernkomposition zu; seine Oper „Faust, auch bekannt unter dem Titel „Margarethe“ wurde ein Erfolg in ganz Europa.

Ab 1870 hielt Gounod sich wegen des Deutsch-Französischen Krieges in England auf, wo er sich wieder verstärkt der Kirchenmusik widmete. Der sakralen Musik hielt er weiterhin die Treue, als er 1875 nach Paris zurückkehrte. Zahlreiche Oratorien und Chorwerke (z.B. die bekannte Cäcilien-Messe) sind Ausdruck seines Schaffens als Chorleiter und Komponist.

Die „Messe brève No. 7“ für Chor und Orgel schrieb Gounod im Alter von 72 Jahren, nur drei Jahre vor seinem Tod. Er komponierte in seinen letzten Lebensjahren mehrere Messen für kleine Besetzungen. Auch diese kleineren Werke haben einen typisch spätromantischen Charakter, sie sind melodisch und harmonisch voller Ausdruckstiefe komponiert, sodass auch die Zuhörer emotional berührt werden. Dies gilt ganz besonders für die beliebte „Messe brève No. 7“.

Und so ergeht herzliche Einladung zur Teilnahme an diesem besonderen musikalischen Gottesdienst! (sf)