Mittwoch, 01. Juli 2026
Bericht: Himmlisches Jerusalem in Flomersheim
Berliner Historiker besucht die Kirche St. Thomas Morus
Das Himmlische Jerusalem ist ein Bild aus der Offenbarung des Johannes und beschreibt die vollendete, neue Welt Gottes (Offb 21). Der Ort wird in der Bibel als strahlende, heilige Stadt dargestellt. Er symbolisiert die Wohnung Gottes unter den Menschen und den Ort ewigen Friedens, ohne Leid, Tod und Schmerz.
Der in Berlin ansässige Historiker Dr. Claus Bernet (*1970) begann schon in jungen Jahren, sich mit dem Thema des Himmlischen Jerusalem zu beschäftigen. Inzwischen hat er dazu mehrere Bücher geschrieben und eine Dissertation verfasst. Seinen Veröffentlichungen liegt eine fotografische Sammlung von mittlerweile sechstausend Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und weiteren Kunstformen in Kapellen, Kirchen und Kathedralen zugrunde.
In der Flomersheimer Kirche St. Thomas Morus hat der Künstler Emil Wachter in einem der Betonglasfenster auch die Himmlische Stadt in abstrakten Formen abgebildet. Bei seinen Recherchen wurde der promovierte Historiker auf die Serie über die Glasfenster in den Kirchen der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit aufmerksam (siehe aktuell Februar-März 2025, S. 54-57). Er setzte sich daraufhin mit dem Pfarrbüro in Verbindung und ließ sich eine Kontaktperson für eine Kirchenführung vermitteln.
Nach einer rund einstündigen Führung Mitte April zeigte sich Bernet von der Kirche und den Werken des Künstlers Emil Wachter beeindruckt. Mit seiner Kamera machte er zahlreiche Fotos. Demnächst wird sich seine umfangreiche Sammlung von Bildern des Himmlischen Jerusalem mit der Darstellung in der Kirche St. Thomas Morus erweitern. Hier können seine Einträge und Veröffentlichungen eingesehen werden. (Friedhelm Trowe)
