Samstag, 04. April 2026
Erinnerung an das Kaiserglockenfest
Samstag, 11. April 2026, 14 Uhr
Elf Glocken der Gießerei Hamm läuten zum Jubiläum
Samstag, 11. April 2026
Beginn: 14:00 Uhr vor der Pfarrkirche St. Ludwig, Wormser Straße 41
Ende: gegen 15:30 Uhr in der Erkenbert-Ruine
Der Frankenthaler Glockengießer Andreas Hamm (1824-1894) goss vor 150 Jahren die rund 27 000 Kilogramm schwere Kaiserglocke für den Kölner Dom. Bevor sie ihre Reise über den Rhein antrat, wurde sie am 11. April 1875 beim Kaiserglockenfest auf dem Frankenthaler Marktplatz (heute Rathausplatz) von zigtausend Menschen gefeiert. Bei ihrer Enthüllung brach die Menge in Jubel aus, übertönt vom Geläute der Dreifaltigkeitskirche und der Großen Protestantischen Kirche (heute Zwölf-Apostel-Kirche).
Auf den Tag genau erinnert nun das Erkenbert-Museum mit einem Stadtgeläute an dieses Ereignis. Alle daran beteiligten Glocken stammen von Hermann Hamm (18961971), einem Enkel von Andreas Hamm. Birgit Müller, die Glockensachverständige des Bistums Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz, stellt die Glocken vor. Los geht es an der St.-Ludwig-Kirche mit ihren drei Glocken. Zu Fuß geht es weiter zur Erkenbert-Ruine, wo die drei Glocken der Dreifaltigkeitskirche und die fünf Glocken der Zwölf-Apostel-Kirche einzeln und in unterschiedlichen Zusammenstellungen zu hören sind. Höhepunkt ist das Vollgeläute mit allen acht Glocken.
Nach Gebet und Segen ertönt zum Abschluss das Glockenspiel in der Turmlaterne der Zwölf-Apostel-Kirche. Es besteht aus insgesamt 25 Glocken. Das Instrument wurde im Jahr 1977 vom Frankenthaler Modellbaumeister Max Carius in seiner Metallgießerei hergestellt und der Stadt geschenkt. Heute ist es im Besitz der protestantischen Kirchengemeinde. Kontakt: Friedhelm Trowe, Tel. 06233 56248.
Die Ausstellung im Erkenbertmuseum läuft noch bis zum 12. April 2026 und lädt alle Besucher ein, in die klangvolle industrielle Vergangenheit Frankenthals einzutauchen – ein Besuch, der sich immer lohnt.
