Montag, 09. März 2026

Bericht: Kündet allen in der Not...

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Ein ökumenisches Adventslied war Thema des Gottesdienstes zum 49. Kirchweihtag im ÖGZ konnte es losgehen. Nach einem Orgelvorspiel sang der Chor „Wir warten auf das Ereignis“. Danach begrüßte Pfarrerin Christina Neumann die Gemeinde und erinnerte auch daran, dass jetzt ein Jubeljahr begänne, das im nächsten Jahr am zweiten Adventssonntag in ein großes Fest zum fünfzigjährigen Jubiläum des Ökumenischen Gemeindezentrums gipfeln wird.

Ein trüber Dezembertag, leicht regnerisch, war dieser siebte Dezember 2025. Konnte da Feierstimmung aufkommen? Die Fahnen und der Stern auf dem Vorplatz luden jedenfalls dazu ein.

Mit dem Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ zündete Luka Gutschalk die beiden Kerzen am Adventskranz an. Nach dem Votum und dem Eingangsgebet ließ

Gegen elf Uhr kamen dann die Menschen aus beiden Konfessionen in die Kirche St. Jakobus und der Gospelchor unter der Leitung von Patrik Willy, sowie Organistin Heike Mäurer machten sich bereit. Jetzt der Chor das Lied „Hört den Glockenklang“ erklingen. Nun trug Thomas Fleckenstein die Schriftlesung aus dem Matthäusevangelium (Mt 3, 1-12) vor, die das Auftreten des Johannes des Täufers zum Thema hat.

Das nächste Lied war nun „Kündet allen in der Not“, aus dem Gotteslob Nr. 221. Nach den ersten beiden Strophen leitete Gemeindereferentin Annette Kabanow die Predigt ein. Zunächst stellte sie die Fragen: „Woran denken Sie, wenn Sie diese Zeilen hören oder singen oder lesen?  Wer kündet? Und wer sind die „in Not“? Und: wie empfinden Sie den Kehrvers: „Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.“? Annette Kabanow entwickelte Gedanken zu unterschiedlichen Szenarien, in denen wir uns wiederfinden könnten. Nach dem Singen der dritten Strophe „Aus Gestein und Wüstensand“ trug Pfarrerin Christina Neumann ihre Gedanken vor. Z.B.: "Gestein, Wüstensand, dürres Land". Damit ist hier weniger die Dürre und der Hunger in Afghanistan, in Gaza oder in einem der zahlreichen afrikanischen Länder gemeint. (...) Viel mehr ist hier die innere Dürre ungeduldiger, wartender Menschen gemeint“. Spätestens mit dem Singen der weiteren Strophen „Blinde schaun zum Licht empor…“ und „Gott wird wenden Not und Leid…“, sowie dem Refrain „Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil“ müsste bei jedem die anfangs erwähnte Feierstimmung eingekehrt sein.

Es folgten die Fürbitten, vorgetragen von Annette Kabanow, Marion König, Barbara Salzwedel und Thomas Fleckenstein. Zum folgenden „Vater unser“ und dem Agapemahl waren alle eingeladen, einen großen Kreis zu bilden. Danach wurde das Lied „Tochter Zion, freue dich…“ gesungen, bevor Christina Neumann und Annette Kabanow um den Segen Gottes baten.

Zum Schluss sang der Chor „“Es ist kein Raum für dich“. Mit einem großen Beifall bedankte sich die Gemeinde und manche raunten sich zu: „Ist dir aufgefallen, dass der Gospelchor heute nur Lieder in deutscher Sprache gesungen hat“?

Weiter gefeiert wurde dann Im Großen Saal mit Suppe und Würstchen, Kaffee und weiteren diversen Getränken. Auf den Tischen standen neben den Suppentöpfen und Brotkörbchen auch Teller mit leckerem Gebäck, das Katrin Schmidt selbst gebacken hatte.

Übrigens, erst am Tag zuvor war ein neuer Herd in die ÖGZ-Küche geliefert worden. Der alte war irreparabel defekt.

Ursula Diehl bot wieder leckere Marmelade und Katrin Schmidt Handarbeiten zum Verkauf an. Der Erlös und die Kollekte des Gottesdienstes war für das ÖGZ bestimmt.

Herzlichen Dank dem ehrenamtlichen Helferteam. Ohne sie wäre die Feier nicht möglich gewesen.