Dienstag, 05. Mai 2026

Bericht: Sternsingeraktion der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit 2026

© Die Sternsinger Kindermissionswerk

In diesem Jahr stand die Sternsingeraktion unter dem Motto "Schule statt Fabrik - Sternsingen gegen Kinderarbeit"

Auch in Frankenthal waren wieder viele Sternsingerinnen und Sternsinger in den ersten Tagen des neuen Jahres unterwegs gewesen, schrieben den Segen an die Haustüre und sammelten Geld für die diesjährige Aktion „Sternsingen gegen Kinderarbeit“.

Hier ein kleiner Überblick:

  • 89 Kinder und Jugendliche waren als Sternsingerinnen und Sternsinger in 25 Gruppen mit 25 Gruppenleitungen unterwegs gewesen;
  • unterstützt von 32 Helferinnen und Helfer in der Vorbereitung, bei der Durchführung und in den Küchenteams.
  • 1.170 mal wurde der Segen direkt an die Türe geschrieben und 150 Briefe in ver-schiedenen Gemeinden verteilt.
  • Gruppen besuchten alle Seniorenheime in Frankenthal, verschiedene Kindertagesstätten, drei Grundschulen, drei Neujahrsempfänge und Bürgermeister Bernd Knöppel im Rathaus der Stadt Frankenthal.
  • Und überall wurden sie freudig begrüßt, teilweise sogar mit Punsch, Kakao und Kuchen bewirtet.
  • Vorbereitet wurde die Aktion in verschiedenen Treffen in den Gemeinden und auf Pfarreiebene.
  • In der Adventszeit wurde an zwei Sonntagen parallel zum Gottesdienst im Pfarrsaal St. Ludwig der diesjährige Sternsingerfilm gezeigt und Werbung für die Aktion gemacht. Nach den Gottesdiensten wurden viele Kinder und Jugendliche von den Ministranten angesprochen.
  • In diesem Jahr waren auch wieder Gruppen in St. Ludwig und Hl. Kreuz unterwegs • Ausgesendet wurden die Gruppen jeweils in den Gemeinden.
  • Insgesamt mehr als 60 Stunden waren die SternsingerInnen und Sternsinger unter-wegs gewesen und sammelt dabei 21.476,83 Euro

St. Georg: 3.540,41 Euro - Rekordergebnis
St. Jakobus: 2.465,00 Euro
St. Paul: wurden Briefe verteilt, deshalb liegt aktuell noch kein Ergebnis vor
St. Cyriakus / Thomas Morus: 7.436,42 Euro
St. Ludwig: 5.580,00 Euro
Hl. Kreuz: 2.455,00 Euro

(Stand: 16. Januar 2026 und ohne die Direktüberweisungen an das Kindermissionswerk)

Ein besonderes Highlight war der Besuch einer Sternsingergruppe aus Studernheim, St. Georg, beim Empfang des Ministerpräsidenten in der Staatskanzlei in Mainz. Und eine Sternsingergruppe war in Kaiserslautern mit dabei beim Dankegottesdienst mit Bischof Dr. Karlheinz Wiesemann.

Ein herzliches Vergelt`s Gott allen Sternsingerinnen und Sternsingern und den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für ihren Einsatz und ihr Engagement. Wir danken aber auch den vielen Unterstützern, die mit ihrer Spende zu diesem großartigen Ergebnis beigetragen haben.


Belohnung mit zweihundert Berlinern

Aktion Sternsingen in St. Cyriakus: 7.436,42 Euro

Die Sternsingerinnen und Sternsinger der Gemeinde St. Cyriakus waren am Wochenende nach dem Dreikönigstag in Eppstein und Flomersheim unterwegs. Sie besuchten rund 400 Haushalte. Verglichen mit dem letzten Jahr haben die Beteiligten das Spendenergebnis sogar steigern können. Große Freude gab es über eine Naturalienspende von 200 Berlinern.

Die Aktion stand in diesem Jahr unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit!“. Mit 40 Sternsingerinnen und Sternsingern, 13 jugendlichen Begleitern und den drei Damen vom Leitungsteam waren über 50 Personen aus den beiden Vororten eingebunden.

Die Sternsingergruppen machten nicht nur am Wochenende Hausbesuche. Bereits vorher brachten einige den Segen in die Kirchen St. Cyriakus zum Neujahrsgottesdienst, St. Thomas Morus zum Aussendungsgottesdienst und zu den beiden Neujahrsempfängen der Ortsvorsteher in Eppstein und Flomersheim. Nach dem Wochenende besuchten sie die beiden Grundschulen und drei Kitas in den beiden Vororten. Der Einsatz bei meist kaltem und windigem Wetter hat sich gelohnt. Gegenüber dem Vorjahr konnte das Spendenergebnis sogar um 20 Euro auf 7.436,42 Euro gesteigert werden.

Für die Kinder und Jugendlichen sowie für Ursula Eicher, Adriane Förster und Cécile Schneider vom Leitungsteam gab es eine große Überraschung: Caroline Boltner versorgte die Segensbringer an zwei Tagen mit 200 selbst gebackenen Berlinern. Eine leckere Ergänzung zur obligatorischen Pizza. Auch bei den Hausbesuchen wurde den Kindern etwas zugesteckt. Neben Süßigkeiten, die am Ende aufgeteilt wurden, gab es auch Geldspenden. Mit diesen soll den Spendensammlern im Laufe des Jahres ein schönes Erlebnis bereitet werden. Aber erst, wenn es wieder wärmer und sonniger ist ...


Sternsinger in den Gassen von Studernheim

In diesem Jahr wartete ein volles und aufregendes Programm auf die Sternsinger aus Studernheim, denn viele Auftritte waren zu absolvieren: Im Rathaus von Frankenthal bei Bürgermeister Bernd Knöppel, in einigen Seniorenheimen, erstmals im Kindergarten an der Gotthilf-Salzmann-Straße, sogar beim Ministerpräsidenten des Landes in der Staatskanzlei in Mainz und zum Abschluss beim Neujahrsempfang des Ortsvorstehers von Studernheim Thomas Batke. Alle Aufritte wurden mit viel Wohlwollen begrüßt und großem Applaus beantwortet.

Der anstrengendste Auftritt für sie war zweifelsohne am 10. Januar, denn die Sternsinger wollten an diesem Tag in vier Gruppen durch die heimischen Gassen ziehen und unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ als Kinder für Kinder Geld sammeln. Dadurch soll weltweite Kinderarbeit mit gezielten Projekten des Kindermissionswerks abgeschafft oder zumindest gelindert werden. Mit diesem Ziel vor Augen trafen sich alle Beteiligten morgens in St. Georg und wurden von Pfarrer Léonard Katchekpele in einer kurzen Feier entsandt, nachdem er die Kreide, die Segensaufkleber und alle Majestäten, Sternträger samt Begleiter gesegnet hatte.

Auf diese Weise gestärkt zogen sie los und brachten allen, die darum gebeten hatten, den Sternsingersegen und baten singend um etwas Geld für den guten Zweck. Nicht überraschend, aber dennoch herzlich willkommen bekamen die Sternsinger nicht nur Geld, sondern als Zeichen der Anerkennung für das Engagement bei Wind und Wetter auch die ein oder andere Süßigkeit.

Nachdem zahlreiche Haushalte in der ersten Etappe besucht worden waren, trafen sich alle Gruppen im Pfarrheim zum gemeinsamen Mittagessen. Traditionell gab es neben Salat auch Berge von Nudeln und Gulasch, die das Küchenteam unter Regie von Marion Servatius zubereitet hatte. Gleichzeitig wurde die „Beute“ abgegeben: Klaus Junski übernahm die Kasse und zählte das gespendete Geld, Alexander Marx sorgte dafür, dass alle Süßigkeiten zunächst gesammelt und dann gleichmäßig auf so viele Portionen aufgeteilt wurden, dass sich jedes Kind nach der Veranstaltung je einen großen Haufen aussuchen können solle. Nachdem das Tischgebet gesprochen war, trat „gefräßge Stille“ ein – ein Zeichen, dass es allen gut mundete.

Nachmittags waren noch einige Haushalte auf der Liste, so dass die Gruppen wieder auszogen, ihr Werk zu vollenden. Gegen 15:00 Uhr waren alle Gruppen wieder zurück im Pfarrheim. Marion Servatius dankte herzlich allen Beteiligten – dem Team in der Küche, der Gruppe, den Helfern, die sich um die gleichmäßige Verteilung der „kalorienhaltigen Sammlung“ gekümmert hatten, allen Betreuern und besonders allen Kindern, die als Majestäten und Sternträger die Stars des Tages waren. Fünf Neuzugänge waren in diesem Jahr erstmalig dabei und wurden mit großem Applaus willkommengeheißen. Der Jüngste unter ihnen – stellvertretend hier genannt – war mit zarten vier Jahren war Constantin Baqué. Diese Neu-Majestäten durften als erste in den Betreuungsraum gehen, um sich ihre Portion an Süßigkeiten auszusuchen.

Obwohl alle viele Kilometer durch die Gassen bei Regen und Schnee absolviert hatten, besuchten einige Majestäten auch die Vorabendmesse in St. Jakobus, um auch dort ihre Botschaft und den Segenswunsch der Sternsinger darzubringen.

Allen Sternsingern gilt unser herzlicher Dank im Namen des Kindermissionswerks für ihren unermüdlichen Einsatz, bei dem Kinder für Kinder sammeln. Ebenso danken wir allen Spendern, die zu einem neuen Sammelrekord in Studernheim für den guten Zweck gesorgt haben: Mehr als 3.200 € konnte die Gemeinde St. Georg den globalen Projekten beisteuern. Auch danken wir allen Helferinnen und Helfern vor und hinter den Kulissen, ohne die eine solche Aktion nicht möglich ist.

Sollten auch Sie ab dem kommenden Jahr den Sternsingersegen wünschen, melden Sie sich bitte einfach und formlos per Mail unter pfarramt.frankenthal@bistum-speyer.de oder telefonisch unter 06233 300900 an.


Vom Morgenland nach Mainz und auf  Umwegen wieder zurück

Im 2. Kapitel des Matthäus-Evangeliums wird berichtet, dass sich Sterndeuter aus dem Morgenland auf dem Weg nach Bethlehem machten und dabei einem Stern folgten, der vor ihnen herzog. Leider verdeckte offenbar eine Wolkendecke die freie Sicht zum Firmament und störte so die Navigation, so dass unsere Gruppe an Weisen am 07. Januar in der Staatskanzlei in Mainz aufschlugen. Bei der Gelegenheit „überraschten“ sie den Ministerpräsidenten in seinem Büro und luden ihn umgehend in den Festsaal der Staatskanzlei ein. Zwar brachten sie keine Geschenke mit, die in der Bibel erwähnt sind, sondern erfreuten den Politiker und alle anderen Anwesenden durch ihre Gegenwart, ihre Lieder und auch ihre Inspirationen: „Schule statt Fabrik“ war das Thema, das von den Weisen und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vorgetragen wurde. Dieses Thema war das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion und soll allgemein auf die weltweite Kinderarbeit hinweisen.

Unserer Abordnung oblag es, ein Quiz mit allen Anwesenden zu spielen, bei dem Beispiele eventueller Kinderarbeit von den Majestäten Tim Seelinger, Fabian Schmitt, Nele Walker und Sophie Schinabeck vorgetragen und von Rainer Jacquemin moderiert wurden.

Ministerpräsident Alexander Schweitzer war sehr bewegt von dem Engagement aller Sternsinger und nahm die Gedanken zur Kinderarbeit offenherzig auf. Er erwiderte auf die vorgetragenen Forderungen, dass Kinderarbeit offiziell zwar weltweit nach der UN-Kinderrechtskonvention verboten sei, aber dennoch weltweit geschätzte 160 Millionen Kinder zur täglichen Arbeit gezwungen würden, um Geld für die eigene Familie zu erarbeiten. Er lobte das Kindermissionswerk, das mit zahlreichen Projekten der Kinderarbeit entgegenwirke. Der Ministerpräsident führte aber auch weiter aus, dass es nicht genüge, einfach nur mit einem Hinweis auf das UN-Regelwerk auf Andere zu zeigen, sondern jede(r) müsse auch selbst aktiv werden, um Kinderarbeit durch angepasstes Kaufverhalten nicht weiter zu fördern. Daher habe die Mainzer Landesregierung sich  unter anderem dazu verpflichtet, nur fair gehandelte Produkte und Dienstleistungen einzukaufen. Dieses Bekenntnis wurde von den Anwesenden mit großem Applaus gewürdigt. Nach Mainz waren Sternsinger-Abordnungen aus der lokalen Gemeinde St. Peter/St. Emmeran und je eine aus den Diözesen Limburg, Mainz, Speyer und Trier gekommen, die unter zahlreichen Bewerbern per Los ausgewählt worden waren. Unser Bistum und unsere Pfarrei haben Majestäten aus der Gemeinde St. Georg Studernheim vertreten, die nach der Veranstaltung sogar ein Gruppenphoto mit dem Landeschef schießen durften.

Wir danken herzlich allen Sternsingern in Deutschland, im Bistum Speyer und unserer eigenen Pfarrei, besonders aber denen, die den weiten Weg nach Mainz auf sich genommen haben: Georg Baqué, Hilda Ehret, Marie Marx, Lennard Sattel, Sophie Schinabeck, Tobias Schinabeck, Fabian Schmidt, Tim Seelinger, Nele Walker und als Begleiterin Marion Servatius, die statt eines Sterns mehrere Satelliten und ein kleines elektronisches Gerät zur Navigation nach Mainz nutzte.

Nach dem etwas missglückten Weg nach Bethlehem zogen unsere Sterndeuter auf anderem Weg (nämlich durch Studernheim am 10. Januar 2026) in ihre Heimat zurück. Wir hoffen, dass sie sicher angekommen sind und uns im kommenden Jahr wieder besuchen werden. Die bedürftigen Kinder in der Welt werden ihnen für ihren Einsatz herzlich danken, selbst wenn sie sie niemals in Person treffen werden. Gleichzeitig gilt unser herzlicher Dank allen Spendern, die mit ihrer Spende die zahlreichen Hilfsprojekte des

Kindermissionswerks erst ermöglichen: „Schule statt Fabrik“!