Sonntag, 07. Juni 2026
Nachruf: Diakon i.R. Manfred Gütermann am Morgen des Ostersonntages verstorben
Gedenkgottesdienst am 22. August 2026, 18 Uhr, Kirche St. Jakobus
Die letzten Jahre verbrachte Manfred Gütermann in Frankenthal und engagierte sich, solange es sein Gesundheitszustand erlaubte, in der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit. Am 22. April 2026 fand seine Asche ihre letzte Ruhe im Grab seiner Frau Gisela auf dem Friedhof in Ludwigshafen-Mundenheim.
Manfred hatte einen Wunsch für seine Trauerfeier: Sie sollte ökumenisch gestaltet sein von Diakon Andreas W. Stellmann, an dessen Ausbildung er beteiligt war und der befreundeten Pfarrerin Brigitte Reinhardt, mit der er zahlreiche ökumenische Gottesdienste und Andachten gestaltet hatte.
Beim Blick auf sein Leben, das hier nur auszugsweise dargestellt werden soll, zeigt sich, dass sich Manfred immer wieder neuen Herausforderungen stellen wollte und teils auch stellen musste. Pfarrerin Brigitte Reinhardt verglich es mit dem Leben von Abraham.
Geboren wurde Manfred am 03. November 1936 in Ludwigshafen und wuchs mit zwei Geschwistern auf. Früh reifte in ihm der Wunsch Pater zu werden, um in Afrika Gutes zu tun. So kam er ins Internat und besuchte das Gymnasium der Spiritaner im Kloster in Menden im Sauerland. Doch Manfred hatte Bedenken und verließ das Kloster noch vor dem Abitur. Er begann eine Ausbildung bei der Innungskrankenkasse und war dort bis zu seiner Pensionierung beschäftigt. Im Kirchenchor der Pfarrei St. Bonifaz in der Ludwigshafener Gartenstadt lernte er seine Frau Gisela kennen und lieben. Sie heirateten und bekamen zwei Kinder, sechs Enkel und acht Urenkel. Als Gisela von schwerer Krankheit gezeichnet war, pflegte er sie viele Jahre bis zu ihrem Tode.
Seelsorgerlich zu wirken war ein Herzenswusch von Manfred. So begann er die Ausbildung zum „Diakon im Nebenamt“ und wurde am 04. Dezember 1984 in der Kirche St. Bonifaz von Bischof Anton Schlembach geweiht. Er wirkte viele Jahre segensreich in seiner Heimatpfarrei St. Bonifaz und war auch für die Jugend da, indem er die Pfadfinder als Kurat begleitete.
Nach dem Tode seiner Frau Gisela „siedelte“ Manfred im Mai 2018 nach Frankenthal um und bezog eine Wohnung in der Albert-Haueisen-Straße im Pilgerpfad. Fortan entlastete er das Seelsorgetem der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit und übernahm neben Taufen und Beerdigungen auch Gottesdienste in Seniorenheimen. Das Mitsingen im Kirchenchort. Ludwig war für ihn ebenfalls wichtig. Dabei fiel auch immer wieder sein Humor auf. Er sagte einmal: „Der verlorenste Tag ist der, an dem man nicht gelacht hat.“ Er wurde schnell „Einer von uns“ und im aktuell im November 2018 von Alois Ecker vorgestellt. Schon im Jahre 2020 musste Manfred gesundheitsbedingt in das Seniorenheim „Heilig Geist“ in Frankenthal umziehen.
Die Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit ist dankbar, dass Manfred Gütermann in Frankenthal segensreich gewirkt hat. Das möchte sie zum Ausdruck bringen in einem
Gedenkgottesdienst am 22. August 2026 um 18:00 Uhr (Vorabendmesse)
in der Kirche St. Jakobus im Pilgerpfad.
Musikalisch wird der Gottesdienst mitgestaltet von den Chören seines Sohnes Volker. (am)
