Sonntag, 03. Mai 2026

Bericht: Neues aus dem Pfarreirat

© Bistum Speyer

Sitzung des Pfarreirates am 25. Februar 2026

Die Sitzung des Pfarreirates am 25. Februar stand zum wiederholten Mal ganz im Zeichen der Pfarreistrukturreform unseres Bistums. Aus diesem Grund trafen sich die Mitglieder des Pfarreirates, des Verwaltungsrates und aller Gemeindeausschüsse im Ludwigssaal, um über Chancen und Risiken der überarbeiteten Fassung der Pfarreistrukturreform unseres Bistums zu beraten.

Zu Erinnerung:

Voraussichtlich im Juni 2026 wird die Diözesanversammlung final über die Reform entscheiden, danach beginnt eine längere Zeit der Umsetzungsphase (s. auch Artikel im letzten aktuell). Wir befinden uns aktuell in der Resonanzphase. Unsere Pfarrei hat das Ziel, bis Ende März eine erneute Stellungnahme zum überarbeiteten Entwurf der Reform an das Bistum zu leiten. Zur geistlichen Einführung in die Beratungen wurde die Form der „Conversatio in Spiritu“ („Gespräch im Geist“) gewählt, eine synodale Methode des tiefen Zuhörens und geistlichen Austausches.

Das Plenum teilte sich hierzu in Kleingruppen auf, um folgende Leitfrage zu bearbeiten: Was ist meine Motivation, mich für die Kirche Jesu Christi einzusetzen?

Hierbei galt es, zunächst den anderen Gruppenmitgliedern zuzuhören und sich im Anschluss über die Redebeiträge auszutauschen. Ziel der erneuten Beratungen zur Reform war nicht die Wiederholung der einzelnen Themen aus der Sitzung vom 02. Dezember 2025, sondern vielmehr eine zukunftsgewandte Fragestellung:

Wie gehen wir mit den neuen Strukturen in unserer Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit um?
Wie kann es aus unserer Sicht gelingen? Hierbei wurde unterstellt, dass sich die aktuellen Inhalte der Reform nicht wesentlich ändern.

Fünf Kleingruppen befassten sich mit den nachfolgenden Fragestellungen:

Gruppe 1:
Verkündung der Frohen Botschaft und Evangelisierung - Wie gelingt es uns, trotz schwindender Ressourcen unseren Auftrag als Christen zu erfüllen?

Gruppe 2:
Lebendiges Pfarrei- und Gemeindeleben - Was ist personell und sachlich notwendig, um in den Gemeinden Gemeinschaft erfahrbar zu machen?

Gruppe 3:
Zahl der Gemeinden - Wie viele Gemeinden streben wir auf dem Gebiet der bisherigen Pfarrei für die Zukunft an (Vor- und Nachteile)?

Gruppe 4:
Verwaltung unserer Liegenschaften und Sicherstellung von Ansprechpunkten vor Ort - Was brauchen wir hierfür? Was ist zu klären?

Gruppe 5:
Weitergabe des Glaubens - Sakramentenkatechese, Messdiener- und Jugendarbeit als Schlüssel für die Zukunft unserer Kirche.

Die zur Verfügung stehende Zeit in den Kleingruppen war sehr schnell vorbei. Dennoch konnten elementare Fragestellungen und Umsetzungspunkte für unsere Pfarrei formuliert werden.

Auszüge aus den Ergebnissen aus der Gruppenarbeit:

  • Ansprechende Räumlichkeiten mit geeigneter Ausstattung für niederschwellige
  • Angebote zur Verkündigung der frohen Botschaft sind unbedingt erforderlich
  • Regelmäßige Gottesdienste oder Wortgottesdienste mit Kommunionausteilung
  • Die Ehrenamtlichen sollten durch Hauptamtliche eine „Grund-Koordination“ erfahren
  • (geistliche Begleitung und Motivation)
  • Möglichkeit der Begegnung nach den Gottesdiensten
  • Entsprechende finanzielle Ausstattung ist erforderlich
  • Gemeindearbeit muss vor Ort erlebbar bleiben:
    - Stärkung der Wortgottesdienste mit Kommunionausteilung
    - Besuchsdienste in Krankenhäusern, Altenheimen, aber auch musikalische Angebote fördern
  • Wer kümmert sich vor Ort um die „kleinen“ Dinge des Gemeindelebens?
  • Vernetzung der Jugendarbeit über die Stadtgrenzen hinweg

Wie geht es nun weiter?

Der Pfarreiratsvorstand erarbeitet auf Grundlage der Gruppenbeiträge der letzten beiden Sitzungen eine Rückmeldung an das Bistum.

Darüber hinaus bleiben die Gremien in fortwährendem Austausch, um die Umsetzung der Pfarreistrukturreform im positiven Sinne zu begleiten.

Zahlreiche aktuelle Unterlagen und Informationen zum Prozess der Pfarreistrukturreform können Sie auch gerne der Homepage des Bistums entnehmen (www.bistum-speyer.de).