Montag, 17. August 2026

Bericht: Ökumenischer Gottesdienst – Die 7 Gaben des Heiligen Geistes

© Renovabis

Am 25. Mai, dem Pfingstmontag, lachte die Sonne vom Himmel, und so konnte der diesjährige Gottesdienst wie der im Freien in der Erkenbertruine gefeiert werden.

Die Vorbereitung und Durchführung des Gottesdienstes lag in ökumenischer Verbundenheit bei Dekan Mathias Gaschott und Pfarrer Sören Rockenbach für die protestantischen Gemeinden der Stadt Frankenthal, Gemeindereferentin Annette Kabanow für die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit, Diakon Matthias Monsieur und Diakonin Carmen Monsieur für die Neuapostolische Kirche Frankenthal sowie Pastorin Birgit Foth für die Mennonitengemeinde Frankenthal-Eppstein. Die Geistlichen übernahmen abwechselnd die Gebete und Schriftlesungen.

Musikalisch wurde die Feier von einem Projektchor und dem Posaunenchor Frankenthal gestaltet, unter Leitung von Jana Faller und Kirchenmusikdirektor Eckhart Mayer am E-Piano.

Der Gottesdienst begann mit einem instrumentalen Präludium und der Begrüßung durch Dekan Gaschott. Danach stimmte der Chor mit „O komm, du Geist der Wahrheit“ in das Thema des Pfingstfestes ein.

Nach dem abwechselnd gesprochenen Psalm 118 und dem Eingangsgebet erklang das Lied „Aus den Dörfern und aus Städten“, von allen Anwesenden gesungen.

Der ersten Schriftlesung (Jes 11, 2-3) folgte das Lied „Wenn Glaube bei uns einzieht“ und darauf die zweite Schriftlesung (1 Kor 12, 4-11).

Im anschließenden Verkündigungsteil predigten die Geistlichen nacheinander und mit unterschiedlicher Herangehensweise über die sieben Gaben des Hl. Geistes:

  • Die Gabe der Weisheit (Mathias Gaschott)
  • die Gabe der Einsicht (Annette Kabanow)
  • die Gabe des Rates (Birgit Foth)
  • die Gabe der Erkenntnis und der Stärke (Sören Rockenbach)
  • die Gabe der Frömmigkeit und der Gottesfurcht (Matthias Monsieur)

Mathias Gaschott: Weisheit ist dort, wo man sich auf Gottes Wege einlässt.
Annette Kabanow und Christiane May auf der „Suche nach dem Durchblick“: Einsicht bedeutet „Sehen mit Liebe“.
Birgit Foth: Guten Rat erhält man in Gemeinschaft; der Kreis symbolisiert die Welt; die Mitte steht für Gott und die Speichen für die die Wege, die die Menschen gehen.
Sören Rockenbach: persönliche Erlebnisse haben gelehrt, dass man sich nicht zu sehr auf die eigene Stärke verlassen soll.
Matthias Monsieur: Frömmigkeit steht für Liebe, Vergeben, Kümmern um die Schwachen; Gottesfurcht bedeutet Anerkennen, dass Gott größer ist als ich; Gottesfurcht macht demütig, liebevoll und verantwortungsbewusst.

Die sieben Gaben wurden jeweils als Puzzleteile auf einer Pinwand befestigt, sodass die Geistesgaben und die Erklärungen dazu weiterhin präsent blieben.

Anschließend erklang vom Chor und den Bläsern das Lied „Anker in der Zeit“. Die Fürbitten nahmen die Gaben des Hl. Geistes nochmals in den Blick und mündeten in das gemeinsam gebetete Vater Unser. Die gesamte ökumenische Gemeinde stimmte daraufhin in das Lied „Atme in uns, Heiliger Geist“ ein.

Nach den Mitteilungen der einzelnen Gemeinden sowie dem Dank an alle Mitwirkenden und Helfer/-innen sprachen die Geistlichen den Segen, und der Chor intonierte „Ubi Caritas“. Das abschließende Postludium der Bläser ging leider etwas unter, weil viele dem gutgemeinten Aufruf zum Aufräumen der Stühle etwas überstürzt folgten.

Die Kollekte des gelungenen Gottesdienstes kam der Frankenthaler Tafel zugute. Nach dem Gottesdienst waren alle zur Begegnung bei Getränken und Knabberzeug ins Dathenushaus eingeladen, was von vielen Gottesdienstbesuchern dankbar angenommen wurde. (sf)